Rosen an einer Kletterhilfe erziehen
Oft besteht Unsicherheit wie eine Rose nun an einem Rankgerüst zu pflanzen ist und wie sie an der Rankhilfe gezogen werden soll. Hierzu gibt es nicht immer Standardantworten, es ist vor allem davon abhängig wie Sie Ihren Garten gestalten wollen.
Unsere Erläuterungen gelten für alle Arten von Rankgerüsten für Rosen, seien es ein Rosenobelisk, Rosenbogen oder Wandgitter. Nur für Ramblerrosen ist keine spezielle „Erziehung“ erforderlich, sie dürfen frei wachsen !
Die Pflanzung an der Rankhilfe
Die Rose grundsätzlich nicht in die Mitte der Säule pflanzen (auch wenn man das oft sieht). Es erschwert das richtige Ziehen der Rose und über kurz oder lang (in der Regel spätestens nach 4 Jahren) werden die sparrigen Rosentriebe die Säule leicht anheben, so dass sie schief steht. Die Rosen von außen setzten, mit einem Abstand von ca. 30 bis 40 cm zur Säule selber.
Anzahl und die richtige Auswahl
Um von vorneherein eine üppige Wirkung zu erzielen empfehlen wir drei Rosen / pro Säule, bzw. vier bis sechs Rosen pro Bogen (An jeder Seite dann zwei bzw. drei Rosen, je nach Platz und Größe des Bogens).
Es ist nun durchaus Geschmackssache ob an einem Obelisken drei Rosen derselben Sorte oder unterschiedliche Sorten gesetzt werden. In Gärten die kleiner sind als 3000 qm (und das werden die meisten sein) wirkt nur eine Sorte an einem Obelisken ruhiger.
Dasselbe gilt für Rosenbögen und Hauswände. Durch die Reduzierung auf eine Sorte, die in größeren Stückzahlen gepflanzt wird, wirkt die Pflanzung großzügig und üppig.
Formierung
Strauch- und Kletterrosen sind sorgfältig am Rankgerüst zu formieren.
Ziehen sie die weichen Triebe nie senkrecht nach oben, sondern führen sie diese horizontal leicht schräg nach oben: Die Rose wird es Ihnen mit reichlich Blüte danken.
Gerade Kletterrosen schießen oft schnell in die Höhe und verkahlen dann unten, ein ziemlich hässlicher Anblick. Das vermeiden Sie durch konsequentes Formieren wie beschrieben.
Die noch weichen Triebe grundsätzlich nicht durch das Gitter des Gerüstes ziehen, sondern immer von außen anbinden. Verwenden sie dazu Bast oder anderes weiches Material das nicht schneidet. Der Grund hierfür ist, dass diese Triebe in ein paar Jahren so stark sind wie kleine Baumäste und sich in das Rankgitter einfressen, und je nach Verankerung des Rankgerüstes dieses auch leicht anheben können.
Dieser Ratgeber basiert auf einem unserer Newsletter aus dem Jahr 2010 zum Thema mit Unterstützung von Johannes Dietrich / Classic Garden Elements.
Wenn Sie Lust bekommen haben Ihren Garten mit einer üppig blühenden Rose an einem Rankgerüst aufzuwerten:
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=> TIP: besonders reizvolle Kombinationen sind mit Waldreben aus der Viticella-Gruppe möglich