Pilzbefall und Viruserkrankungen an Rosen erkennen und behandeln

Bei den bekannten Krankheiten bei Rosen handelt es sich meist um Pilzkrankheiten, die sich besonders in größeren Rosenbeständen gerne ausbreiten.

Förderlich sind auch warme, feuchte Wetterperioden. 

Generell kann man sagen dass gut ein durchlüfeteter Standort das wohl beste Mittel gegen einen Befall ist.

Kommt es dennoch zu einem Befall sollten die abgefallenen Blätter nachdem sie von der Pflanze abgefallen sind möglichst aufgesammelt und entsorgt werden (nicht im Kompost...).

In ihnen lauern Sporen manchmal jahrelang auf die nächste Chance für einen Befall !

Pilzerkrankungen vorbeugen

Wer lange Zeit Freude an gesunden Rosen haben möchte und Rosenkrankheiten vorbeugen möchte kann dies bei der Planung und Pflege seiner Rosen über die Jahre einiges beachten. Neben dem richtigem Standort ist vor allem eine ausreichende Nährstoffversorgung (das richtige Düngen) für den späteren Befall mit Pilzkrankheiten entscheidend. 

​​Rosen lieben sowohl tiefe, als auch lockere Böden mit hohem Humusanteil und sonnige Lagen. In schweren Böden sollte mit Sand und Kompost „2 Spaten tief“ aufgefüllt werden. Dadurch wird der Rose ein lockerer Boden mit wichtigen Nährstoffen geboten.

Auch die Belüftung des Standorts spielt eine Rolle. Ein gut durchlüfteter Standort beschleunigt das Abtrocknen des Laubs nach Niederschlägen und der allmorgendlichen Feuchtigkeit (‚Tau’). Pilzerkrankungen werden durch eine lang anhaltende Feuchtigkeit stark gefördert.

Ein weiterer Punkt ist die Düngung. Stickstoffreiche Dünger nach der ersten Blüte treiben die Pfl anzen zu einem starkem Wachstum, machen sie dadurch aber anfälliger für Pilzkrankheiten. Weniger ist hier oft mehr.

Echter Mehltau

Echter Mehltau an Rosenblatt
Echter Mehltau, Beispielbild

Echten Mehltau erkennt man an einer Anfangs rötlich-violetten Verfärbung die im Verlauf zu einem weißen, mehlartigem Belag am Laub führt.

Vom Befall betroffene Pflanzenteile sollte man durch einen Rückschnitt bis ins gesunde Holz entfernen. Alternativ dazu gibt es systemische Fungizide im Fachhandel, die auch vor- beugend alle 10-14 Tage eingesetzt werden können.

Falscher Mehltau

Falscher Mehltau zeigt sich durch anfangs rot-violette Blattstellen welche später grau-schwarz werden.

Ein starker Befall führt, wie beim echtem Mehltau, zu vorzeitigem Blattverlust. Falscher Mehltau kann im Allgemeinen nur chemisch behandelt werden.

Falscher Mehltau an Rosenblatt
Falscher Mehltau, Beispielbild

Blattfleckenkrankheit

Erkennbar an runden Flecken mit heller Mitte die später ausfällt. Behandlung wie Mehltau.

Rosenrost

Schon zu Saisonbeginn, oft aber im Juli und August auftretend führt der Rosenrost schnell und zuverlässig zu massivem Blattverlust. Vom Rosenrost befallenes Laub hat orange-rote bis schwarzbraune Pilzsporen an den Blattunterseiten.

Bei geringem Befall genügt es die Blätter abzuschneiden und sicher zu entsorgen; stärkerer Befall erfordert den Einsatz eines zugelassenen Fungizids.

Sternrusstau

Auch der Sternrusstau führt zu einem vorzeitigem Blattverlust der betroffenen Pfl anzen. Auf den Blättern sind unterschiedlich grosse, schwarze Flecken ein Zeichen für einen Befall.

Die Behandlung erfolgt wie beim Rosenrost. Es sind wirksame Mittel für beide Krankheiten erhältlich.

Sternrusstau an Rosenblatt
Sternrusstau an Rosenblatt

Rosenmosaik

Da es sich hierbei um einen Virus handelt ist es kaum zu bekämpfen. Um eine ‚Ausweitung’ der Epidemie zu verhindern sollten Pfl anzen die gelbliche Ringfl ecken, Strichelbildung oder Adernauffhellung auf dem Laub zeigen vernichtet werden.

Fragen Sie aber auf jeden Fall ihren Gärtner (oder in unserem Forum mit Bild), um die Krankheit vor dem doch drastischen Schritt sicher zu identifi zieren. Rosenmosaik wird hauptsächlich bei der Veredelung übertragen und sollte nur noch sehr selten anzutreffen sein !

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