Rosen richtig düngen und Tipps zum Rosendünger
für eine reiche Blüte und gesundes, kräftiges Wachstum brauchen Rosen Dünger
Die Rosen Düngen ist neben dem Schneiden die wichtigste regelmäßige Maßnahme bei der Pflege der 'Königin der Blumen'.
Rosen düngen: warum brauchen Rosen regelmäßig Dünger ?
Rosen sind Starkzehrer und sollten ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden damit sie kräftig wachsen und reich blühen. Neben dem Stickstoff der für starkes Wachstum zuständig ist benötigen Sie vor allem Phosphor für eine reiche Blüte. Spätestens im zweitem Jahr nach der Pflanzung muss man Rosendünger ausbringen da der natürliche Vorrat in der Gartenerde aufgebraucht ist.
Rosen düngen: schon beim Pflanzen ?
Von einer Düngung bei der Pflanzung ist abzuraten, wichtiger als oberflächliches Wachstum der Triebe sind gut etablierte Wurzeln. Statt Dünger kann organischer Bodenverbesserer gegeben werden, dieser regt ein gesundes Bodenleben an und hilft der Rose sich in diesem einzufügen. Eine Ausnahme sind Hornspäne, diese wirken verzögert und können bereits mit in das Pflanzloch gegeben werden.
Wenn die Rose ihre Wurzeln am Standort etabliert hat kann man sie das erste mal düngen. Bei im Frühjahr und Frühsommer gepflanzten Rosen ist der richtige Zeitpunkt in etwa nach der ersten Blüte. Danach kann bis ca. Ende Juli weiter gedpngt werden.
Rosendünger: organisch oder mineralisch ?
Unsere Empfehlungen beziehen sich auf organischen Rosendünger. Von Flüssigdünger und mineralischem Rosendünger raten wir eher ab.
Ein organischer Volldünger für Rosen gibt seine Nährstoffe langsam und indirekt über den Boden ab. Er erlaubt es der Pflanze natürliche und nachhaltige zu wachsen. Eine Überdüngung ist nahezu ausgeschlossen. Zu schnelles 'hochschießen' der Rosen mit minarlischem Dünger wie Blaukorn führt zu einem unnatürlich schnellem Wachstum. Die Rose reagiert darauf schon einmal mit einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten und verminderter Frosthärte.
Umwelt-Tip: viele organisch-mineralische Dünger enthalten Rohphosphate / weicherdige Phosphate. Das betrifft auch als besonders nachhaltig vermarktete / 'vegane' Produkte - ein Blick auf die Bestandteile lohnt sich. Die Herstellung und Gewinnung dieser ist - gelinde gesagt - eine "riesen Sauerei", die Phosphatvorräte sind begrenzt und die Zugabe in Dünger für den Hausgarten unnötig. Wenn Sie ihren Garten nachhaltig bewirtschaften sollten Sie auf Rohphosphat als Bestandteil in Dünger verzichten.
Wir Empfehlen daher die organischen Rosendünger von OSCORNA, Hornspäne und im Frühjahr und Herbst Bodenaktivator zur Verbesserung des natürlichen Bodenlebens:Alle Preise incl. MwSt. und Versand innerhalb D
Rosen düngen: wann und wie oft ?
Bereits etablierte Rosen werden 2-3 mal jährlich mit Dünger versorgt.
Der erste und wichtigste Düngetermin ist zu Beginn der Vegetationsperiode im zeitigem Frühjahr (zusammen mit dem Rückschnitt) oder spätem Herbst nachdem das Wachstum eingestellt ist. Diese sollte üppig ausfallen und vor die Pflanze voll im Austrieb steht erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Nährstoffe nämlich bereits.
Die zweite Düngergabe ist vor allem bei öfterblühenden oder dauerblühenden Beet- und Strauchrosen wichtig. Sie erfolgt nach dem erstem Blütenflor im Juni mit dem Sommerschnitt und ist in der Menge etwas geringer als die Startdüngung. Einmalblühende Sorten sollten etwas weniger bekommen, Kletterrosen und Ramblerrosen entsprechend mehr.
Bei sehr gut und oft nachblühenden Sorten oder Dauerblühern kann ca. Ende Juli auch nocheinmal nachgedüngt werden. Ein Abstand von ca. 3 Wochen zwischen den Düngergaben sollte aber eingehalten werden.
Wenn Sie flüssige Mineralstoffdünger / Kunstdünger verwenden werden sie vom Frühjahr weg wesentlich öfter düngen müssen. Je nach Intensität kann das Intervall wöchentlich bis zu alle 2-3 Wochen reichen. Mineralische Dünger wirken direkt über die Wurzel und werden nicht im Boden gespeichert - haben also nicht ansatzweise eine Langzeitwirkung. Ein weiterer negativer Effekt ist ein Versalzen des Bodens, dieser kann sich nach mehreren Jahren mineralischer Düngung nur schwer wieder erholen. Tun Sie also sich, Ihren Rosen und der Natur einen gefallen und verzichten Sie möglichst auf diese Präparate. Falls Sie nicht darauf verzichten wollen oder können - beispielsweise weil Ihr Hund andere Dünger frisst - bringen Sie Flüssigdünger wie auf dem Präparat angegeben möglichst im Wurzelbereich der Rosenpflanze aus. Auch für Rosen im Kübel sind flüssige Präparate oft eine bequeme Lösung.
Rosen düngen: ab dem Spätsommer ausreifen lassen
In der zweiten Augusthälfte sorgt eine Gabe Patentkali dafür dass die neu gebildeten Triebe gut ausreifen. Nur gut ausgereifte Triebe mit stabilen Zellwänden überstehen im Winter auch längere Kälteperioden ohne Frostschäden und die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten wird geringer. Ein weiterer positivier Effekt sind intensivere Farben in der Blüte und gesünderes Blattgrün. Die Gabe sollte vor einem intensivem Regen erfolgen oder mit intensivem Wässern abgesclossen werden.
Im spätem Herbst oder frühem Winter kann das Bodenleben bei starker Bodenbeanspruchung mit Bodenaktivator gefördert werden. Auch die Gabe von orgranischem Langzeittdünger der über den Boden abgegeben wird ist nach dem die Rose das Wachstum eingestellt hat möglich.
Zusätzlich zu den oben beschriebenen jährlichen Düngergaben kann bei sich stark hellgrün verfärbendem Laub einem Eisenmangel entgegengewirkt werden. Dieser entsteht bei stark alkalischem Boden der das Eisen umwandelt. Abhilfe sorgt eine Korrektur des PH-Werts in den Wintermonaten durch saure Stoffe wie beispielsweise Ammoniak oder Harnstoff oder das Vermischen mit Torf. Spontanes geben von Eisendünger im Sommer hilft kurzfristig und ist empfehlenslwert. Langfristig sollte das Ziel ein gesunder, nicht zu basischer Boden sein.
Rosen düngen: den Dünger richtig ausbringen
Damit Rosendünger seine Wirkung entfalten kann muss dieser in die Erde eingearbeitet werden. Dazu um die Rose herum oberflächlich aufgelockert. Der Dünger wird dann ausgestreut und durch Hacken leicht eingarbeitet.
Rosen düngen: der perfekte Zeitpunkt
Am besten bringen Sie Rosendünger kurz vor Regen ansteht oder bei allgemein feuchter Witterung aus. Durch das Wasser kann sich der Dünger gut mit der Erde verbinden und wird nicht durch Wind abgetragen oder von Haustieren / einem Hund gefressen. Wenn ein Düngezeitpunkt ansteht und längere Zeit kein Regen vorhergesagt ist sollten Sie diesen trotzdem einhalten und anschließend gießen.
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Hier finden Sie unsere => orgranischen Rosendünger und => Bodenverbesserer
Rosen düngen: Tipps zu alternativen Düngern
Statt einem organischem oder mineralischem Volldünger greifen viele Hobbygärtner lieber auf vorhandenes zurück oder stellen ihre Düngemittel für ihre Rosenpflanzen selbst her. Wir geben einen Überblick und erläutern ob und wann sich die Düngung im Garten damit lohnt.
- Kompost
selbst komostierte Erde wird oft nicht als Düngemittel wahrgenommen, enthält aber meist einen natürlichen Nährstoffmix. Es spricht absolut nichts dagegen jährlich im Frühjahr etwas Kompost in das Rosenbeet zu geben oder Kübel damit aufzufüllen.
- Kaffeesatz als Rosendünger
In fast jedem Haushalt fällt Kaffeesatz an. Dieser ähnelt in der Zusammensetzung kommerziellen Produkten - Kalium, Stickstoff, Phosphor, Gerbsäure und Antioxidantien sind enthalten. Zusätzlich kann das Pulver die Bondestruktur und Wasserhaltefähigkeit verbessern. Wichtig ist dass dieser getrocknet und nicht direkt aus der Maschine verwendet wird. Ganz unproblemtisch ist der Kaffeesatz für Rosen allerdings nicht, durch seinen niedrigen pH-Wert kann er den Boden auf Dauer sauer machen. Dem lässt sich mit Kalk oder Biodenaktivator entgegenwirken. Ob sie kräftigen oder entkoffeinierten Kaffee verwenden spielt keine Rolle, das Koffein wirkt sich weder positiv noch negativ auf die Pflanzen aus, auch bei Regenwürmen und anderen Boldenlebewesen ist keinerlei Wirkung bekannt.
Unser Tipp: vor allem für Kübelrosen eignen sich die weit verbreiteten Kaffee-Pads in Papier. Sie sind praktisch in der Handhabung und erlauben eine gleichbleibende Dosierung.
- Rinderdung, Mist und Pferdeäpfel für Rosen
Mist heist nicht umsonst auch 'Dung' - richtig angewendet ist er DER Natürdünger schlechthin. Wichtig ist vor allem dass er gut abgelagert ist, frischer Dung enthält sehr viel schädliches Amoniak. Er sollte gut in die Erde eingearbeitet werden, vorzugsweise im Frühjahr oder Spätherbst. Welche Art von Dung sie verwenden spielt (fast) keine Rolle, Stallmist (Kuhmist) und Pferdeäpfel werden wohl am häufigsten genutzt. Vorsicht ist bei Hühnermist und Dung von anderem Geflügel geboten - dieser ist wesentlich aggresiver und sollte nicht pur ausgebracht werden.
- Brenesseljauche, Jauche aus Ackerschachtelhalm
Sud und Brühen aus Brenesseln oder Ackerschachtelhalm sind seit vielen Jahren ein beliebtes Hausmittel. Zur Düngung eignet sich hauptsächlich Sud. Dieser wird über mehrere Wochen in großen Behältern, meist Tonnen, angesetzt und dann mit dem Gieswasser ausgebracht.
Brühen werden vom beginendem Austrieb an mehrmals über das Blatt ausgebracht, hier haben Sie auch eine leichte Düngewirkung. In der Hauptsache dienen sie jedoch der Stärkung der Resistenz gegen die üblichen Rosenkrankheiten Mehltau, Sternrußtau und Rosenrost.
Für alle Hausmittel gilt: da die Zusammensetzung und damit der NPK - Wert nicht bekannt ist muss die Dosierung selbst herausgefunden werden. Diese kann sich je nach Alter und Qualität der Ausgangsstoffe auch verändern. Die Wirksamkeit sollte also an den damit gedüngten Rosenstöcken regelmäßig überprüft werden. Generell empfehlen wir diese auch nicht als einzigen Dünger, eine Kombination mit organischem Rosendünger oder Hornspänen kann aber sehr zielführend sein.
Rosen düngen: Hornspäne und Horndünger
Hornspäne, Horngries / Hornschrot und Horndünger sind unter Rosenliebhabern längst kein Geheim-Tipp mehr. Der Unterscheid der sich hinter den Bezeichnungen dieser reinen Stickstoffdünger verbirgt ist der Mahlgrad und damit dem Zeitraum wann die Düngerwirkung einsetzt und wie lange diese anhält. Während das feine Mehl schnell wirkt sind die gröberen Späne ein ausgezeichneter Langzeitdünger der bis zu mehrere Monate lang wirkt, Hornschrot bzw. Gries liegt irgendwo dazwischen. Genau lässt sich dies nicht angeben weil für die Umwandlung auch die Aktivität des Bondelebens - und damit die Temperatur - eine Rolle spielt.
Horndünger liefert nur Stickstoff, also das N in NPK, in etwa 14 - 16%. Er ist also kein Volldünger und fördert hauptsächlich das Wachstum.
=> alles zur Wirkung und Verwendung von Hornspänen / Horngries und Hornmehl
Rosen einpflanzen ist nicht schwer. Ob wurzelnackte Rosen oder eine Containerrose gepflanzt werden sollen macht beim Vorgehen kaum einen Unterschied.
lesenSonnig oder halbschattig, auf die Sorte kommt es an ob die Rose sich wohlfühlt oder kümmert.
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