Clematis selbst vermehren - so geht's

Clematis selbst vermehren ist nicht schwer

Je nach Art bieten sich diese drei Möglichkeiten an: 

Vermehrung durch Ableger

Bei dieser Art der Vermehrung handelt es dich um eine vegetative vorgehensweise, das bedeutet die vermehrten Clematis sind mit der Mutterpflanze in ihren Eigenschaften identisch. 
Eine etwas ältere, gute etablierte Clematis wird dabei durch das Absenken von Blattachseln in die Erde dazu angeregt an diesen neue Wurzeln zu bilden. 

Für das Vermehren durch Ableger bzw. das Absenken von Trieben gibt es mehrere Variationen. Die einfachste und erfolgversprechendste ist es einen langen, gesunden Trieb der Waldrebe die vermehr werden soll wagerecht auf den Boden zu legen und an mehreren Blattachseln mit Erde zu bedecken. Ist das geschehen wird der abgesenkte Clematis-Trieb vor und nach den Blattachsel die Wurzeln ausgebildet hat abgeschnitten und man erhält so eine (oder mehrere) neue Exemplare.

Eine weitere besteht in einem Topf mit Anzuchterde der neben der Mutterpflanze eingegraben wird. In diesen wird dann mittig ein gesunder Trieb an einer Blattachsel 90 Grad nach oben gebogen eingesetzt und fixiert (beispielsweise mit einem stabilem Draht oder Zelthering) bis er angewurzelt ist. Wichtig ist dass der Trieb wirklich nur gebogen und nicht geknickt wird. Der Nachteil dieser Art der Clematis-Vermehrung ist dass dies relativ lange dauert und man nur eine einzige neue Pflanze erhält.

Daneben gibt es noch kreative Methoden bei denen ein längerer Trieb durch (danach mit Erde gefüllte) Rohre oder auch abgeschnittene Mehrweg-Flaschen aus Plastik gezogen wird und darin beginnt neue Wurzeln auszutreiben. 

Bei allen Methoden der Clematisvermehrung durch Ableger ist es wichtig dass die Erde nach dem Absenken stets feucht gehalten wird. Ein leichtes Anritzen des Triebs um die Stellen die mit Erde in Berührung kommen und Wurzeln ausbilden sollen kann hilfreich sein. 

Diese Art der Vermehrung sollte mit den meisten Clematis-Hybriden und auch kleinblumigen Sorten wie den italienischen Waldreben oder Texas Waldreben gute Erfolge bringen.

Durch Stecklinge vermehren

Wie die meisten Pflanzen lassen sich auch von Clematis Stecklinge schneiden, die dann je nach Sorte unterschiedlich gut anwurzeln. Auch diese Vermehrung ist vegetativ und erhält damit die Eigenschaften der Mutterpflanze.

Der beste Zeitpunkt zum schneiden der Steckling ist während oder kurz vor der Clematisblüte. Die Stecklinge sollten aus zwei Blattachseln bestehen und damit je nach Sorte ca. 5-10cm lang sein. Das restliche Vorgehen unterscheidet sich bei Waldreben nicht grundlegend zu anderen Pflanzen.

Die Vermehrung über Stecklinge klappt mit den meisten Clematis-Arten, und ist beispielsweise für Cl. Tubulosa (Hercleifolia) die zu bevorzugende Methode.

Durch die Aussaat von Samen 

Vor allem bei Wildarten bei denen die Stecklngsvermehrung und das Absenken von Trieben nur selten Erfolg zeigt ist die Vermehrung durch Samen oft der gangbarste Weg diese zu vermehren. Da dies die mit Abstand aufwändigste Methode ist und auch bei der Zucht neuer Clematis-Sorten eine Rolle spielt bereiten wir hierzu einen eigenen Beitrag vor.


Standort für Waldreben

Der richtige Ort für eine Waldrebe kann leicht gefunden werden, mit wenigen einfachen Regeln sorgen sie für optimale Bedingungen.

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