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Wann macht ihr in so einem Frühjahr den Schnitt?

Di, 30 Januar 2018 13:38
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Ich bin zur Zeit etwas verunsichert, weil meine Rosen schon so aussehen, als sollten sie bald geschnitten werden. Geht euch vermutlich auch so.

Hier mal ein Bild vom momentanen Zustand:

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Meine Vernunft sagt, es ist zu früh für einen Schnitt, aber wenn die Forsythie erst im März blüht (und die macht noch keine Austriebsanstalten) scheint es mir wiederum zu spät. Wie lange wartet ihr? Macht das was, wenn man ganz viel Austrieb wieder wegschneidet?
Di, 30 Januar 2018 14:34
#2 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Meine Rosen sehen genauso aus - und ich schneide sie noch lange nicht. Wir hatten bisher keinen Winter, weder Frost noch Schnee. Letztes Jahr war es genauso, und im März kam, nachdem ich im Februar schon viel im Garten gemacht hatte, eine strenge Kälteperiode. Da war ich froh, dass ich die Rosen noch angehäufelt und noch nicht geschnitten hatte. Dieses Jahr halte ich es genauso. Für nächste Woche sagt der Wetterbericht für uns z.B. Frost voraus.

Den Rosen macht es nichts aus, wenn man einen Großteil des neuen Austriebs wegnimmt - das tut nur dem Gärtner weh Wink . Die Rosen treiben sehr schnell neu aus und wachsen dann um so schneller (so jedenfalls meine Erfahrung).


Liebe Grüße, Florina

Di, 30 Januar 2018 15:44
#3 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Hm, lettzes Jahr habe ich einen Teil meiner Rosen sehr früh geschnitte, dann kam der heftige Wintereinbruch im Februar - und nichts ist passiert. Der Nachtrieb war noch nicht richtig da, drum konnte er auch nicht erfrieren. Die Augen quollen danach munter weiter.

Erfroren waren die Austriebe der nicht geschnittenen Rosen, dem entsprechend Rückschnitt mit logischerweise deutlich späterem Neuaustrieb.

Das gleicht sich zwar alles in allem nachher wieder etwas an, aber die (zu??) früh geschnittenen Rosen blühten dann als erste.



Ich habe diesen "Winter" wieder geschnitten, werde demnächst dann nachschneiden. Aber ich sage es mal so: Es gibt Gegenden, wo man so verfahren kann, aber anderswo besser nicht.



LG Ingrid https://www.gif-paradies.de/gifs/tiere/eulen/eule_0021.gif
Di, 30 Januar 2018 16:05
#4 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Bis zum Forsythieblüte habe ich noch nie gewartet, meistens greife ich zu Schere je nach Gefühl aber zur Zeit ist mir noch nicht danach.
Bei mir hat's viel geregnet und der Boden ist so nass, dass ich die Beete gar nicht betretten mag.


LG Grace

Die Freude: Das kostbarste Lebenselixier,
eine herrliche Medizin zur Verlängerung unseres Lebens.
Karl Ludwig Schleich
Di, 30 Januar 2018 16:08
#5 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Letztes Jahr habe ich etwa eine Woche vor der Forsythienblüte geschnitten. Das war Anfang März. Da war es aber auch noch nicht so warm gewesen im Winter.
Und das noch mal eine Frostnacht im April kam, hat den Rosen nichts ausgemacht. Klar, will ich nicht jetzt sofort schneiden. Ich höre ja auch den Wetterbericht.

Denkt ihr auch alle, wie Florine, dass es im Grunde egal ist, wie viel man dann wegschneidet beim Schnitt? Denn noch einen Monat so weiter und das Ganze wäre doch schon extrem weit.
Di, 30 Januar 2018 16:29
#6 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Sicherlich ist das egal. SIe treiben auf jeden Fall dann kräftig aus.

Nur stelle ich mir die Frage: Warum Kraft in Austriebe vergeuden lassen, die dann in den Müll fliegen und neue Kraft aufwenden lassen, um völlig neu nachzutreiben?

Dadurch, dass ich im Spätherbst schon ein gutes Stück abschneide, rege ich Augen im unteren Bereich an sich zumindest dadurch schon mal ansatzweise zu entwickeln.

---

Ich werde und kann Florina nicht reinreden. Ich wohne halt genausowenig wie Solveigh weit im Osten unseres Landes. man kann das nicht verallgemeinern. Ich habe hier auch noch nie in über 40 Jahren die Rosen angehäufelt wegen Winterschutz. Ein paar mal nach Neupflanzungen Rosenerde drumherum angehäuft, das ja - die dann aber im Lauf des Winters total zusammensackt, also kaum Schutz bis Frühjahr bzw. Spätfrost bietet.

grace bringt es auf den Punkt, es ist eigentlich Gefühlssache --- und sehr abhängig vom Standort.



LG Ingrid https://www.gif-paradies.de/gifs/tiere/eulen/eule_0021.gif
Di, 30 Januar 2018 17:07
#7 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Diesen Winter ist keine Rose angehäufelt worden (außer natürlich die wurzelnackten), die müssen das so schaffen.

Schneiden werde ich erst zur Forsythienblüte, obwohl das auch keine Garantie gibt - wenn es so wird wie letztes Jahr Sad
Hier sind die Rosen zwar am treiben aber sehen lange noch nicht so aus wie bei dir liebe Solveigh.
Inzwischen denke ich auch man muss das ein wenig davon abhängig machen wo man lebt und da ich in spätfrostgefährdeten Gefilden wohne, warte ich was länger.
Di, 30 Januar 2018 20:04
#8 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
in solchen Fällen bin ich dann doch manchmal direkt froh, etwas "rauher" zu wohnen. Bei mir gucken die Schneeglöckchen grade mal 3 cm aus dem Boden, außer einer gefüllten an der geschützten Hundertwassermauer.


Liebe Grüße
Martha


Sei, wer du bist
und sag, was du fühlst!
Denn die, die das stört,zählen nicht - und die, die zählen, stört es nicht.
Theodor Seuss Geisel
Di, 30 Januar 2018 20:13
#9 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Ich habe auch schon im Herbst bei einigen die Langtriebe eingekürzt. Hier sind die jungen Triebe aber auch noch nicht so weit wie bei Solveigh.Sind auch immernoch Knospen letzten Jahres die sich peu a peu weiter entwickeln. Ein paar habe ich stehen lassen um mal zu sehen wie weit der Irrsinn geht.
Mit dem Frühjahrsschnitt warte ich aber auch noch, wenn es mich auch längst wieder kribbelt. Werde es sicher auch wieder nicht ganz bis zur Forsytienblüte aushalten. Letztes Jahr habe ich etwa zwei Wochen vorher begonnen. Richtet sich ja doch sehr nach dem Wetter und das ist ja in den Regionen sehr unterschiedlich.
Di, 30 Januar 2018 20:50
#10 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Ich glaube, es macht halt auch jeder Gärtner seine ureigensten Erfahrungen, und wenn es gute sind, dann bleibt er dabei. Ein anderer Gärtner mag es völlig anders machen und dennoch ist es nicht schlechter.

Ich habe meine Rosen noch niemals im Herbst geschnitten, sondern tatsächlich immer zur Forsythienblüte (zumindest müssen schon gelbe Spitzen sichtbar sein). Meine Erfahrungen damit sind bestens, deshalb habe ich keinen Grund, das zu ändern...

Am besten, du hörst wirklich auf dein Gefühl, es wird bestimmt richtig sein.


Liebe Grüße, Florina

Di, 30 Januar 2018 21:46
#11 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Wow die treiben ja schon richtig doll. Bei mir ist noch nicht´s von Neutrieb zu sehen.
Meine einmalblühenden Rosen habe ich schon fast alle im November geschnitten. Wenn es mal trocken sein sollte und der Boden etwas abgetrocknet ist werden die letzten Paar auch geschnitten. Die modernen Rosen schneide ich auch nach Gefühl-wie das Wetter eben ist . Oft ist es auch vor der Forsythienblüte-irgenwie scheint die Regel nicht mehr ganz zu stimmen.


LG Manfred

Es sind die kleinen Dinge des Lebens
die wirklich glücklich machen.
Ein Lächeln , eine Umarmung oder
ein liebes Wort.
Mi, 31 Januar 2018 07:26
#12 Zum vorherigen Beitrag gehenZum nächsten Beitrag gehen
Danke für die vielen Meinungen und Erfahrungen. Smile

Dann werde ich mal sehen, wann mein Gefühl sagt: "Jetzt".

Vielleicht arbeitet sich ja auch im Lauf der Jahre sowas wie Erfahrung heraus. Vielleicht sollte ich mal darauf achten, dass ein paar wenige Edelrosen seit über zehn Jahren hier stehen, bevor ich Rosenfreundin wurde. Die haben ohne Schnitt und ohne jeglichen Schutz und Düngung überlebt. Sie sind mir nur etwas zu hoch geworden - was für den Schnitt spricht.
Aber da waren viel schlimmere Winter am Werk als jetzt. Also kann ich vielleicht gar nichts falsch machen! Wink

Die einmalblühenden haben da schon ihre Vorteile, weil ich die grundsätzlich das letzte Mal im Herbst schneide und dann einfach treiben lasse...
Mi, 31 Januar 2018 19:44
#13 Zum vorherigen Beitrag gehen
Scarman sagt zu Recht, dass man, wenn man viele Rosen hat und erst zur Forsythienblüte schneiden möchte, dann hat man nicht genug Zeit fürs Schneiden. Er schneidet deswegen auch schon eher. Ich habe das schon öfter gemacht und bin damit immer gut gefahren. Allerdings habe ich noch nie im Januar / Februar geschnitten, glaube ich wenigstens.

Ich denke, es kommt eher auf die Sorte und den Standort (Klimazone) an. Meine einmalblühenden Rosen kann ich eigentlich schneiden wann ich will, ich darf nur nicht die Triebe weg nehmen, die Blüten bilden. Bei der Duftfestival würde ich mich das nicht trauen, die wird erst zur Forsythienblüte geschnitten.

Weniger gut als den Frost vertragen unsere Schätzchen den durchnässten Boden, das nervt viel mehr.

Wenn du zu früh geschnitten hast, und es erfriert etwas, kannst du das Erfrorene abschneiden - und gut ist es. Normalerweise. Außer bei den Sorten, die nicht gerne tief runter geschnitten werden wollen oder zwei aufeinanderfolgende Schnitte nicht vertragen.

Ich persönlich warte auch noch. Wir haben eine Rode (Lovely green), die sieht aus wie deine. Ich mach die Augen zu. Anfang März guck ich nochmal und dann weiß man ja auch, was der Februar an Schnee und Kälte noch gebracht haben wird und was die Forsythien so machen.

Viel Glück! Das wird schon. Man kann echt nicht so viel falsch machen.



"Was ist ein Name? Was uns Rose heißt,
Wie es auch hieße, würde lieblich duften"

(Aus "Romeo und Julia" von William Shakespeare)



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