Wie alle Gehölze benötigen auch Rosen
einen Rückschnitt um buschige, ansehnliche
Sträucher zu erhalten.
Da sich der Schnitt
der einzelnen Rosenklassen doch sehr uterscheidet
haben wir hier ziwschen öfterblühenden Strauchrosen,
einmalblühenden Strauchrosen und Kletterrosen
/Ramblern unterschieden.
Oft sind mehrere Schnitte im Jahr
notwendig:
Zum einen ist das der unter Umständen recht radikale
Rückschnitt im Frühjahr.
Hier werden die vorhandenen Triebe 30-50cm
über dem Boden gekürzt.
Das hat zur Folge dass die Pflanze
sich stärker verzweigt und im unteren Bereich nicht verkahlt.
Sollte die Pflanze bereits einen schönen
Formwuchs haben kann der Schnitt
auch wesentlich höher angesetzt werden.
Hier ist es das
beste einfach nach Gefühl zu schneiden
und sich vorzustellen was passieren wird wenn die 2 nächsten
Augen unterhalb des Schnittes neue Triebe
hervorbringen.
Bei einer ungepflegten, verkahlten Rose
mit wenigen Starken Trieben sollte ein
radikaler, fast schon brutaler Rückschnitt
einiger oder aller alter Triebe der Pflanze
spätestens im Folgejahr wieder zu einer ansehnlichen Strauchform
verhelfen.
Einmalblühende Strauchrosen blühen oft
nur an den Trieben, die sie im Vorjahr
gebildet haben.
Sie können sich sicherlich vorstellen, was
nun passieren würde wenn man sie im Frühjahr
wie eben beschrieben einkürzt: Es würden nur noch sehr wenige
Blüten an den nicht geschnittenen
Trieben bleiben.
Ein solch drastischer Rückschnitt
sollte daher nur erfolgen wenn die Rose
stark verkahlt ist und "saniert" werden
soll.
Der Preis dafür ist zwar hoch, rechnet sich aber im
Folgejahr.
Ansonsten schneidet man einmalblühende
Rosen nach der Blüte.
Eine Regel
ist: Die langen diesjährigen Triebe auf
die Höhe der Blüten einzukürzen, auch die im Spätsommer
gebildeten.
So erhalten Sie eine gute Substanz an der im
Folgejahr Blüten gebildet werden.
Alte
Blüten sollten Sie nur bei Sorten enftfernen,
die keine Hagebutten tragen.
Der Schnitt von Kletterrosen und Ramblern
ist leider auch nicht auf eine Vorgehensweise beschränkt;
es gibt einfach zu unterschiedliche Pflanzen in dieser Gattung.
Bei Rankrosen (Ramblern)
geht es beim Schnitt hauptsächlich darum,
die Triebe noch in jungen Jahren (später
werden Sie vermutlich keine Chance haben...) in die gewünschte
Richtung zu lenken.
In den ersten Jahren haben Sie es hier
mit langen, dünnen Trieben zu tun die Sie
in die gewünschte Richtung lenken sollten (anbinden).
Später
werden hier bis ca. 2m über dem Boden oft armdicke "Stämme"
sein. Es ist also gerade in den ersten Jahren wichtig die
Richtung vorzugeben. Die jetzt noch jungen Triebe werden
also die Basis sein, aus der später zahlreiche kürzere und
leichter zu handhabende Seitentriebe erscheinen.
Diese Seitentriebe neigen oft dazu "aus
der Richtung" zu wachsen, sollte das passieren kürzen Sie
diese im Herbst auf bis zu 2 Augen vom
Haupttrieb ein.
Bei starkwüchsigen
gesellen dieser Gattung (Bobbie
James, Kiftsgate, Pauls
Himalayan Musk usw..) sollten Sie in den ersten Jahren
noch stärker darauf achten die Rose unter
Kontrolle zu halten und auch geeignete Rankobjekte
bereitstellen.
Bedenken Sie immer auch das Gewicht eines
bis zu 12m hohen, stacheligen Gestrüpps !
Diese Rosen
sind in der Lage Bäume, Gebäude, Mauern und eigentlich alles
was man sich so vorstellen kann, zu überranken, hauptsache
es ist stabil genug !
Für Ihre Mühen werden sie mit einer
schier unvorstellbaren, massigen Blüte
belohnt; an jeder Blattachse erscheint
ein Blütenbüschel !
Der Schnitt
beschränkt sich auf störende Seitentriebe,
die radikal eingekürzt werden.
Wichtiger
ist es im Anfangsstadium die Haupttriebe
zu lenken, gelingt das braucht die Rose
später fast keinen Schnitt mehr.
Kletterrosen
schneiden sie im ersten Jahr nicht, auch hier wird die Wuchsrichtung
durch die dicken Haupttriebe durch fächerförmiges
Anbinden festgelegt.
Der Abstand der Triebe
sollte so viel Raum wie möglich für neue Seitentriebe
lassen.
Diese Seitentriebe, an denen die
Rose auch blüht kürzen
sie in den folgenden Jahren stark ein.
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